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12Jul

Was ist eigentlich der «3D-Druck»?

Laut der britischen Wochenzeitschrift «The Economist» haben die «3D Drucker» eine dritte industrielle Revolution eingeleitet. Aber was ist der «3D- Druck» eigentlich? Gleich vorab: Der inzwischen etablierte Begriff “3D- Druck” ist etwas irreführend, da das Verfahren nur wenig mit dem klassischen Druck auf Papier gemeinsam hat. Vielmehr wird mit dem «3D- Druck» ein physisches Objekt aus einem digitalen Modell, meist einer CAD(Computer Aided Design)-Datei, auf einem “3D- Drucker” produziert. 

Das ist der «3D- Druck» gemäss Wikipedia

Laut Wikipedia ist der «3D-Druck», auch bekannt unter den Bezeichnungen Additive Fertigung, Additive Manufacturing, Generative Fertigung oder Rapid-Technologien, eine umfassende Bezeichnung für alle Fertigungsverfahren, bei denen Material Schicht für Schicht aufgetragen und so dreidimensionale Gegenstände erzeugt werden. Dabei erfolgt der schichtweise Aufbau computergesteuert meist aufgrund einer CAD(Computer Aided Design)-Datei aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen nach den vom Computer vorgegebenen Massen und Formen. Beim Aufbau finden physikalische oder chemische Härtungs- oder Schmelzprozesse statt. 
Typische Werkstoffe für das «3D-Drucken» sind Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und Metalle. Zudem werden auch Carbon- und Graphitmaterialien für den «3D-Druck» von Teilen aus Kohlenstoff entwickelt.

Einsatz des «3D-Druck»

«3D-Drucker» werden in der Industrie, im Modellbau und der Forschung eingesetzt zur schnellen und kostengünstigen Fertigung von Modellen, Mustern, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten. Zudem gibt es Anwendungen im Heim- und Unterhaltungsbereich, dem Baugewerbe sowie in der Kunst und der Medizin.

Was bringt der «3D-Druck» in Zukunft?

Wenn es nach der britischen Wochenzeitschrift "The Economist" geht, werden «3D-Drucker» eine dritte industrielle Revolution einleiten. Über sogenannte Social Manufacturing-Dienste kann jeder die Arbeitsleistung seines «3D-Druckers» anbieten und somit zum eigenen Unternehmer werden. Marktplätze wie Etsy zeigen bereits jetzt, dass viele Konsumenten handgemachte Produkte schätzen und dafür auch etwas mehr bezahlen würden. 
Das Startup 100kGarages.com hat es sich zum Ziel gesetzt, Besitzer von «3D-Druckern» eine Plattform zu bieten, über die jeder seine Arbeitsleistung zur Verfügung stellen kann. Die Website 3D Hubs verfolgt eine gleiche Zielsetzung: Auffinden des nächstgelegenen Anbieters von «3D-Druck»-Dienstleistungen. Solche Unternehmen könnten laut «The Economist» einige Jobs aus Schwellenländer zurückholen und das Ende der Massenfertigung einleiten.

Ein «3D-Druck»-Beispiel aus der Schweizer Medizin

«Bessere Operationsvorbereitung dank 3D-Druck-Labor» lautet der Titel eines Artikels in der Schweizerischen Ärztezeitung. Die bessere Operationsvorbereitung funktioniert so: Bei Herzmissbildungen, Frakturen, Fehlstellungen, Tumor- und Gefässerkrankungen werden dreidimensionale Kunststoffmodelle in Originalgrösse mit dem «3D-Drucker» hergestellt. Das bietet den behandelnden Ärztinnen und Ärzten einen beachtlichen Mehrwert sowohl im Bereich der Visualisierung als auch der Therapie. Das Universitätsspital Basel bietet seinen Mitarbeitenden diese Dienstleistung deshalb seit 2016 über ein hauseigenes 3D-Druck-Labor an.

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