Wie man Daten rettet Super Admin

Es ist ärgerlich, wenn man geschäftlich oder privat während des Arbeitens oder aufgrund eines Computerfehlers, Computerabsturzes oder einer nicht gewollten Computereingabe wertvolle Daten verliert. Fast jedem ist es schon passiert, dass er einen Text oder eine andere Datei verlor und nochmals erarbeiten musste. Fragt sich, wie man das am besten verhindert und wenn es trotzdem geschieht, wieder rückgängig macht.

Vorbeugung gegen nicht gewollte Datenverluste

Die elegantesten und modernsten Lösungen gegen ungewollte Datenverluste oder Datenbeschädigungen sind die zeitgemässen Cloud-Lösungen. Wer beispielsweise in der Secure Cloud von META10 arbeitet oder bei OneDrive von Microsoft oder der Dropbox «Automatisches Speichern» einschaltet, sichert seine Computerarbeit in Echtzeit – wenn die Internetverbindung zur Cloud funktioniert.
Den Nutzerinnen und Nutzern ohne Cloudlösung oder als Zusatz zur Cloudlösung bietet Microsoft ab Windows 7 integrierte Backup- und Wiederherstellungslösungen: Periodische Schattenkopien des Systems über die Wiederherstellungseinstellungen oder Aktivierung des Dateiversionsverlaufs auf einer externen Festplatte.

Verschiedene Datenrettungstools

Wenn die Daten trotzdem verloren gehen oder beschädigt werden, gibt es mannigfaltige Rettungstools. In Microsoft Office ist eine Reparaturfunktion für nicht mehr einwandfreie Dokumente vorhanden. Wenn man eine beschädigte Datei öffnet, wird nach einer ersten Fehlermeldung eine Reparatur vorschlagen. Für Dokumente, die nicht gespeichert worden sind, erscheint bei der Öffnungsfunktion die Möglichkeit, nicht gespeicherte Dateien wiederherzustellen. Mit Irfan View gibt es einen bewährten Bildbetrachter als Freeware-Tool, das auch bei beschädigten Bilddateien nicht schlappmacht. Fehlt bei den Bildern die JPEG-Signatur oder ein Teil des Datei-Headers, dann wird die JPEG-Datei schon gar nicht mehr erkannt. Aber auch in diesem Fall ist eine Wiederbelebung mit einem Datenrettungs-Tool einen Versuch wert. Ein Shareware-Programm, das die Ergebnisse einer Reparatur zunächst einmal mit einem Wasserzeichen versieht, ist Stellar Phoenix JPEG Repair. Die Vollversion ohne Wasserzeichen kostet 39 US-Dollar.
Bei Zip-Archiven gibt ein Reparaturprogramm wie Diskinternals ZIP Repair Aufschluss über den Zustand der Datei.
Für jedes veraltete, proprietäre Datenformat schlägt irgendwann das letzte Stündlein. Binärformate wie beispielsweise Microsoft Works, Ami Pro, Word Perfect, Adobe Freehand, Adobe Pagemaker sowie eine Vielzahl anderer, heutzutage nahezu vergessener Programme, sind lediglich lesbar, solange man die dazugehörige Software noch parat hat.
Ärgerlich sind Lesefehler bei USB-Sticks oder Speicherkarten. Hier kann der der besonders hartnäckige Unstoppable Copier helfen. Das Programm versucht, die Quelldateien Byte für Byte in mehreren Durchgängen zu lesen. Was schliesslich unlesbar ist, füllt das Programm mit Nullen auf und rettet so immerhin eine Teildatei.

Alte USB-Sticks prüfen

Bevor man einem älteren USB-Stick noch Daten anvertraut, sollte man den Datenträger einem kleinen, manuellen Test unterziehen. Für einen Datenträgertest erstellt man zuerst eine MD5-Prüfsumme einer ausreichend grossen Datei auf dem Computer und kopiert diese auf den USB-Stick. Ein grafisches Gratis-Tool für diesen Zweck ist Win MD5 Free: Man lasse das Programm die MD5-Prüfsumme der kopierten Datei auf dem USB-Stick errechnen.

Gelöschte Dateien: Schnelle Reaktion gefragt

Die Grenzen der Datenwiederherstellung sind immer dann erreicht, wenn das Betriebssystem eine Datei nicht nur zum Löschen markiert, sondern deren Platz bereits teilweise oder vollständig mit anderen Dateien belegt hat. Je mehr Zeit zwischen dem Löschen und dem Wiederherstellungsversuch verstreicht, desto geringer ist die Chance, eine gelöschte Datei noch retten zu können. Wer hier schnell reagiert, der kann die verloren geglaubten Dateien jedoch häufig mithilfe des Programmes Recuva zurückholen.

Ultima Ratio: Professionelle Datenrettung

Liegt ein physikalischer Schaden des Datenträgers vor, der katastrophal erscheint, dann stellt sich die Frage: Sind die Daten so wertvoll, dass professionelle Hilfe hinzugezogen werden sollte? So ist bei einer Festplatte mit Headcrash jeder weitere Betrieb schon riskant, da der Schaden auch bei den sanftesten, eigenen Rettungsversuchen nur noch grösser wird. Im privaten Umfeld und für Selbstständige ist es immer eine Frage des Preises. Standardpreise für die Datenrettung gibt es nicht. Man hole deshalb unbedingt Angebote von verschiedenen Dienstleistern ein.

 








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