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27Jul

Weshalb dem Schweizer Bankkundengeheimnis unterstellte Banken wie die UBS trotz dem «US-CLOUD Act» auf die Microsoft Azure-Cloud setzen

Schweizer Klein- und Mittelunternehmen, namentlich auch Berufsgeheimnisträger wie Anwältinnen und Anwälte oder Ärztinnen und Ärzte, haben zuweilen immer noch Angst vor informationstechnologischen Cloudlösungen, in denen Anwendungen von Microsoft eingebunden sind. Zur Beseitigung solcher Ängste vor der Cloud kann es nützlich sein zu wissen, weshalb dem Schweizer Bankkundengeheimnis unterstellte Banken wie die UBS trotz dem «US-CLOUD Act» voll auf die Microsoft Azure-Cloud setzen.

 

Viele Grossunternehmen setzen trotz des «US-CLOUD Act» auf die Microsoft-Cloud

In der Medieninformation vom 28. August 2019 zur Betriebsaufnahme der Microsoft Azure-Cloud in der Schweiz ist zu lesen: «Mehr als 30 Unternehmen migrieren als ‘Early Adopters’ ihre Anwendungen in die Microsoft-Cloud-Datencenter in der Schweiz. Zu diesen ersten Kunden, welche die neuen Microsoft-Cloud-Datencenter in den Regionen Zürich und Genf nutzen, gehören unter anderem UBS, Swiss Re, die Mobiliar, BKW Group, Skyguide, City of Zug, Exploris Health, Swisscom.»
Fragt sich, weshalb beispielsweise die UBS als dem Schweizer Bankkundengeheimnis unterstellte Bank trotz des «US-CLOUD Act» auf die Microsoft Azure-Cloud setzt. Der «Clarifying Lawful Overseas Use of Data ’CLOUD’ Act” ist nämlich ein US-amerikanisches Gesetz, aufgrund dessen für US-Strafuntersuchungen aufgrund eines US-Gerichtsbeschlusses von US-Informationstechnologieprovidern wie Microsoft verlangt werden könnte, Kundendaten offenzulegen.


«US-CLOUD Act» ist kein spezielles Cloud-Gesetz

In der Bezeichnung «US-CLOUD Act” steht der Begriff «CLOUD» allerdings nicht für die informationstechnologische Cloud. Vielmehr ist es die Abkürzung für die Gesetzesbezeichnung «Clarifying Lawful Overseas Use of Data CLOUD». In diesem Gesetz geht es nämlich in erster Linie darum, welche Daten in einem US-Strafverfahren unter welchen Bedingungen angefordert werden können. Es ist daher nicht wie viele meinen, eine strenge Regelung des globalen Cloudgeschäfts der amerikanischen Cloudprovider. Denn diese unterliegen, wenn sie beispielsweise Cloud-Datacenter in der Schweiz betreiben, wie alle Schweizer Cloudlösungsanbieter primär dem Schweizer Recht.
Im letzten Herbst hat Mike Dargan, Chief Information Officer der UBS, an einer Medienorientierung sinngemäss festgestellt: Dass wegen der Nutzung der Microsoft Azure-Cloud aufgrund des «US-CLOUD Act» eines Tages von der UBS Kundendaten herausgefordert werden, ist ziemlich unwahrscheinlich. Und sollte es sich um eine Anfrage infolge einer Straftat handeln, könnten die Behörden ohnehin über andere Rechtsmittel an die Informationen gelangen.

 

Verschlüsselung für den ultimativen Schutz

In diesem Zusammenhang schreibt finews.ch am 26. September 2019 sinngemäss: Laut Mike Dragan, dem Chief Information Officer der UBS Mike Dargan, ist es nach amerikanischen Gesetzen sehr unwahrscheinlich, dass Microsoft irgendwelche Kundendaten von der UBS herausgeben könnte. Wenn Microsoft das aber trotzdem täte, wären die Daten aufgrund einer ausgeklügelten Verschlüsselung unlesbar und damit für die US-Behörden unbrauchbar. Denn bei der UBS ist eine konsequente Verschlüsselung aller Daten aufgrund der jeweils bestmöglichen Technologie die ultimative Schutzmassnahme im Hinblick auf die Verlagerung der informationstechnologischen Aktivitäten in die Cloud.

 

Cloud ist heute der sicherste Ausbewahrungsort für Daten

Globale Cloudprovider wie Microsoft und lokale Cloudanbieter wie META10 haben eines gemeinsam: Die Cybersicherheit und damit die Datensicherheit haben bei ihnen höchste Priorität. Deshalb können heute und in Zukunft Klein- und Mittelunternehmen und auch grössere Unternehmen im Bereich der Datensicherheit mit den Cloudprovidern nicht mehr mithalten.
Für Bankkunden sei es deshalb besonders erfreulich, dass Banken wie die UBS eine externe Cloud nutzten, weil die Cloud von erprobten Cloudanbietern heute wohl der sicherste Aufbewahrungsort für Daten sei, unterstrich denn auch der UBS- Chief Information Officer an der Medienorientierung über die UBS-Cloudstrategie.

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