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Düstere Prognose für die Schweizer Wirtschaft: Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen erwarten in den kommenden zwölf Monaten einen deutlichen Anstieg der Wirtschaftskriminalität. Haupttreiber ist die Cyberkriminalität. Das zeigt die neue Studie «Entwicklung der Wirtschaftskriminalität in der Schweiz» der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) Switzerland Chapter.
Wirtschaftskriminalität stellt für Schweizer Unternehmen eine erhebliche und wachsende Herausforderung dar. Während klassische Delikte wie Betrug, Veruntreuung und Korruption weiterhin präsent sind, hat sich Cyberkriminalität zum grössten Wachstumsmarkt entwickelt, und zwar mit höheren Zuwachsraten als Betrug und Geldwäscherei zusammen. Dies zeigt die neue Studie «Entwicklung der Wirtschaftskriminalität in der Schweiz» der Hochschule Luzern.
Laut der Studie rechnen mehr als acht von zehn Unternehmen, nämlich 81,6 Prozent, mit einem deutlichen Anstieg von Cyberangriffen. «Cyberkriminalität verursacht nicht nur erhebliche finanzielle Verluste, sondern kann auch das Vertrauen von Investoren, Kunden und der Öffentlichkeit in die Integrität der betroffenen Unternehmen untergraben», sagt Susanne Grau, Studienautorin und Leiterin Wirtschaftskriminalistik des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern.
Die folgende Grafik zeigt, wie viele Prozent der Befragten einen Anstieg der einzelnen Wirtschaftsdelikte erwarten. Die Cyberkriminalität ist mit Abstand der Spitzenreiter:
Die Erwartung, dass Künstliche Intelligenz KI eine wertvolle Unterstützung zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität und damit der Cyberkriminalität darstellt, wird durch die Studienergebnisse nur teilweise bestätigt. Das Bild ist differenziert und zeigt die Künstliche Intelligenz als zweischneidiges Schwert: Einerseits erkennen viele Unternehmen die Gefahren, die mit der verstärkten Nutzung von Künstlicher Intelligenz einhergehen. Es ist beispielsweise mittels KI bedeutend einfacher, Personenprofile und Herkunftsorte zu erfinden oder aber nie erfasste Zahlungsbelege zu generieren. Rund 67 Prozent der Befragten erachten das Risiko einer Betroffenheit von KI-Betrugsversuchen denn auch als sehr hoch, hoch oder eher hoch. Nur etwa 28 Prozent betrachten diese Risiken als eher tief oder tief:
Das Risiko der eigenen Betroffenheit von KI-generierten Betrugsversuchen wird von den Befragten wie folgt eingeschätzt:
Andererseits wird aber auch das Potenzial von Künstlicher Intelligenz zur Risikominderung anerkannt: Rund 45 Prozent der Teilnehmenden sehen in der verstärkten Nutzung von KI eher oder klar eine Chance, wirtschaftskriminelle Risiken zu minimieren und Vorfälle schneller aufzudecken.
Besonders beunruhigend ist allerdings die Tatsache, dass mehr als 40 Prozent der Befragten angaben, in ihrem Unternehmen bereits von KI-induzierten Betrugsversuchen betroffen gewesen zu sein.
Zu grosser Besorgnis Anlass gibt die mangelhafte Vorbereitung vieler Unternehmen: Nur etwa die Hälfte geht einer systematischen Erfassung von Risiken in Bezug auf Wirtschaftskriminalität und Cyberkriminalität nach. «Bei jedem zweiten Unternehmen fehlt es an Wissen über die bestehenden und die neuen Risiken», sagt die Studienautorin Susanne Grau.
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