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Unter dem Titel «Künstliche Intelligenz KI ist ein Brandbeschleuniger. Nun droht in unserem digitalen Leben der totale Kontrollverlust» schreibt die «Neue Zürcher Zeitung NZZ» am 10. Februar 2026: «Mit gesundem Misstrauen und ein wenig Disziplin lässt sich trotz KI ein Mindestmass an digitaler Selbstbestimmung bewahren. Zwölf Grundsätze, um im Internet nicht unterzugehen.» Lesen Sie eine Zusammenfassung der zwölf Grundsätze.
Halbleiter, Drohnen oder Smartphones beziehen wir aus Asien. Betriebs- und Anwendungssoftware, Cloud-Dienste oder KI-Modelle stammen aus dem Silicon Valley. Hunderte von Unternehmen sammeln und vermarkten unsere Personendaten, ohne dass wir dem je wissentlich zugestimmt hätten: Das ist unser modernes digitales Vasallentum.
In diesem digitalen Vasallentum wirkt die Künstliche Intelligenz KI wie ein Brandbeschleuniger: Die grossen KI-Sprachmodelle versprechen zwar grossen Fortschritt. Aber sie könnten auch dazu führen, dass wir die Kontrolle über unser digitales Leben noch gänzlich verlieren. KI macht die Datenkraken, Computerwürmer, Cyberkriminellen und Spammer dieser Welt noch viel gefährlicher.
Vielleicht haben wir noch eine letzte Chance, um uns ein Mindestmass an digitaler Selbstbestimmung zu bewahren. Die folgenden zwölf Grundsätze können helfen, die Kontrolle zu behalten oder zurückzuerlangen.
Erstens: KI ist die Zukunft, aber wir müssen vorsichtig sein
KI ist die Zukunft. Wir alle sollten unbedingt mit ChatGPT, Claude, Perplexity und Co. experimentieren. Aber niemand weiss, wie sich die KI weiterentwickelt. Darum ist lückenlos die grösstmögliche Vorsicht geboten.
Zweitens: Die Chatbots sollen von uns keine Geheimnisse erfahren
Wir sollten einem Chatbot nichts über uns erzählen, was wir nicht auch unseren Arbeitskollegen, Bekannten und Nachbarn gegenüber offenlegen. Allzu Persönliches kann im Netz zum Bumerang werden.
Drittens: Keiner KI den Zugriff auf seine E-Mails, Kontakte, Dokumente, seinen Browser oder den Kalender gewähren
Wer einer KI den Zugriff auf seine E-Mails, Kontakte, Dokumente, seinen Browser oder den Kalender gewährt, übergibt ihr faktisch den Schlüssel zu seinem digitalen Leben. Meta AI auf Whatsapp zu nutzen, ist ebenfalls wenig ratsam. «Wird zum Beispiel Ihr Account gehackt, kann der Angreifer KI nutzen, um Ihren Kontakten Nachrichten zu schicken, die zu 100 Prozent nach Ihnen klingen und nicht nach einem nigerianischen Prinzen», ergänzt die «NZZ» dazu.
Viertens: Im Internet die bezahlbaren Dienste nutzen
Im Internet und damit auch bei KI sollte man die bezahlbaren Dienste nutzen. Denn im Internet zahlt man entweder mit Geld oder mit seinen Daten. Dese Daten werden dann für Werbung und andere Zwecke verwendet.
Fünftens: Ausnahme vom Bezahlgrundsatz im Internet: Open-Source-Software und Dienste von gemeinnützigen Stiftungen dürfen genutzt werden
Ausnahmen vom vierten Grundsatz «Im Internet die bezahlbaren Dienste nutzen» sind Open-Source-Software und Dienste von gemeinnützigen Stiftungen: Diese darf man problemlos nutzen.
Sechstens: Diskrete Internetrecherchen sind möglich
Das schreibt die «NZZ»: «Nutzen Sie für delikate Internetrecherchen – oder besser immer – Suchmaschinen wie Duckduckgo oder Startpage. Diese leiten Ihre Suchanfragen anonymisiert an Google und Bing weiter.»
Siebentens: Nicht alle Lebensbereiche müssen digital sein
Warum alles digitalisieren? Man kann beispielsweise eine gute alte Papieragenda führen. Und heikle Unterredungen sind von Angesicht zu Angesicht nach wie vor am sichersten.
Achtens: Nicht mehr gebrauchte Onlinedienste und Apps löschen und möglichst wenig Bilder und Videos von sich im Internet verbreiten
Wenn man Onlinedienste und Apps nicht mehr braucht, sollte man sie löschen. Und wenn man Funktionen von Onlinediensten nicht braucht, sollte man ihnen die entsprechenden Berechtigungen entziehen. Und: Möglichst wenig Bilder und Videos von sich im Internet verbreiten: Damit wird namentlich die Gefahr vermindert, Opfer von KI-Deepfakes zu werden.
Neuntens: Persönliche Daten, die man nicht oder nicht einfach ändern kann, im Internet möglichst spärlich verwenden
Persönliche Daten, die man nicht oder nicht einfach ändern kann, wie die Handynummer, die AHV-Nummer, biometrische Daten, die Wohnadresse, Kreditkarten oder die E-Mail-Adresse, die man ein Leben lang behalten will, im Internet möglichst spärlich verwenden. Stattdessen Twint oder PayPal sowie „Hide-My-E-Mail“ nutzen und, wo es möglich ist, falsche Personendaten eingeben.
Zehntens: Die Plattformwahl ist entscheidend
Wörtlich schreibt die «NZZ» dazu: «Die Plattformwahl ist entscheidend dafür, wie sicher Sie und Ihre Daten im Internet sind. Bei den Betriebssystemen ist iOS besser als Android, ein Mac-Computer ist besser als der Windows-PC. Nicht weil Apple eine moralische Firma wäre, sondern weil diese Ihnen hochpreisige Geräte und Dienste verkaufen will und keine Werbung. Einen Linux-Computer zu benutzen, der ausschliesslich Software mit offenem Quellcode benutzt, wäre noch sinnvoller. Allerdings ist das mit ein bisschen Bastelei verbunden. Das könnten Sie sich für eine spätere Phase Ihrer Lernreise vornehmen.»
Elftens: Eine Passwortmanager und stets die Zwei-Faktor-Authtifizierung nutzen
Immer noch benutzen viele Menschen und auch Unternehmen zu einfache Passwörter: Deshalb sollten wir alle einen Passwortmanager nutzen und, wo das möglich ist, auch die Zwei-Faktor-Authtifizierung. Kommt für die Cybersicherheit dazu: Software-Updates immer unverzüglich durchzuführen, Endgeräte biometrisch oder mit wirklich starken Passwörtern schützen und bei der Nutzung von öffentlichem WLAN einen VPN-Dienst einschalten.
Zwölftens: «Künftig haben im digitalen Raum nur noch paranoide Sicherheitsfreaks eine Chance»
«Künftig haben im digitalen Raum nur noch paranoide Sicherheitsfreaks eine Chance», stellt die «NZZ» zum Abschluss fest: «Krypto-Fans zum Beispiel schreiben die 12 oder 24 Wörter, die ihre Wallet schützen, von Hand auf Zettel und verstecken diese Zettel in der realen Welt an mehreren Orten.»
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