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«Cyberangriffe in der Schweiz steigen im Mai 2026 um 7 Prozent», betitelt die «Netzwoche» am 16. Juni 2026 ihren Artikel über den Bericht “Global Cyber Attacks Ease in May 2026, But Ransomware Surges 48% As Threats Reorganize” des Cybersecurity-Anbieters Check Point. Damit war die Schweiz im «DACH-Raum Deutschland, Österreich, Schweiz» das einzige Land mit einem markanten Zuwachs der Cyberangriffe, liegt aber weiterhin deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Aufgrund des Anstiegs warnt Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei Check Point: «Die Schweiz rückt zunehmend in den Fokus von Cyberkriminellen.»
Check Point macht mit der statistischen Kennzahl «Durchschnittliche wöchentliche Cyberangriffe pro Organisation“ die Intensität der Cyberangriffswellen weltweit vergleichbar. Diese statistische Kennzahl sagt aus, wie viele erkannte Cyberangriffe eine typische Organisation innerhalb einer Woche im Durchschnitt erfährt. Dafür wird die Gesamtzahl der registrierten Angriffe in einem bestimmten Zeitraum und einer Region oder Branche genommen und durch die Anzahl der erfassten Organisationen sowie durch die Anzahl der Wochen im Beobachtungszeitraum geteilt.
Wenn der Mai-Bericht beispielsweise von 2’055 durchschnittlichen wöchentlichen Cyberangriffen pro Organisation weltweit spricht, bedeutet dies, dass eine durchschnittliche Organisation in der zugrunde liegenden Datenbasis pro Woche mit etwa 2’055 einzelnen Cyberangriffsversuchen konfrontiert war. Dies unabhängig davon, ob die Cyberangriffe erfolgreich waren oder von Sicherheitsmassnahmen abgewehrt wurden. Die Kennzahl dient mithin dazu, die Intensität der Cyberangriffswellen vergleichbar zu machen, etwa zwischen Branchen oder Regionen, und erlaubt es, Trends wie prozentuale Zuwächse oder Rückgänge über Zeiträume hinweg zu quantifizieren.
Die Statistik von Check Point betreffend die «Durchschnittliche Anzahl wöchentlicher Cyberangriffe pro Organisation nach Ländern und Regionen» lautet für den Mai 2026 wie folgt:
In der «Netzwoche» kommentiert Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei Check Point, diese Zahlen wie folgt: «Sieben Prozent mehr Cyberangriffe in der Schweiz, während die Nachbarländer stagnieren, zeigt uns deutlich: Die Schweiz rückt zunehmend in den Fokus von Cyberkriminellen Besonders der öffentliche Sektor und das Gesundheitswesen sind betroffen, also Bereiche mit sensiblen Personendaten und kritischer Infrastruktur. Die nach wie vor vergleichsweise moderaten Gesamtzahlen der Schweiz dürfen nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen. Wer jetzt in präventive Sicherheitslösungen investiert, die Bedrohungen in Echtzeit erkennen und neutralisieren, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung gegenüber Cyberangreifern, die ihre Strategien permanent weiterentwickeln."
Im Mai 2026 verzeichnete Check Point weltweit 698 öffentlich gemeldete Ransomware-Angriffe. Das entspricht einem Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Mai 2025 und markiert den stärksten Jahreszuwachs seit Beginn des laufenden Jahres. Dabei handelt es sich weder um eine isolierte regionale Entwicklung noch um das Werk einzelner Gruppen, sondern um einen grossflächig beobachtbaren Trend.
Der Check Point-Bericht beschreibt, dass Künstliche Intelligenz KI immer tiefer in den Angriffsprozess eingebettet ist: KI beschleunigt die Aufklärung, die Auswahl der Opfer und die operative Durchführung von Angriffen. Dadurch entstehen mehr koordinierte und skalierte Attacken, die über mehrere Kanäle gleichzeitig laufen. Ransomware-Gruppen fragmentieren sich weiter, arbeiten arbeitsteiliger und setzen zunehmend auf datenbasierte Erpressung statt auf klassische Verschlüsselung. Die Zahl der Opfer und die Anzahl neuer Ransomware-as-a-Service-Angebote steigen deutlich.
Zudem zeigt sich: Cyberaktivitäten sind enger mit geopolitischen Spannungen verknüpft. Angriffe finden häufig parallel zu politischen oder militärischen Ereignissen statt.
Ein weiterer Check Point-Befund betrifft die Rolle von Geräten wie Router, Gateways oder VPN-Appliances: Diese werden vermehrt als Einstiegspunkte für Cyberangriffe genutzt. Hauptgründe dafür: Die Geräte sind schlecht überwacht und werden selten zeitnah geupdatet.
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