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31Mai

QR-Codes sind heute allgegenwärtig: Ein Blick hinter die Kulissen der Quick Response(QR)-Code-Technologie

Der QR(Quick Response)-Code, ein zweidimensionaler Code, wurde 1994 vom japanischen Unternehmen Denso Wave zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion des Toyota-Konzerns entwickelt. Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Quadraten, die die kodierten Daten binär darstellen. Eine spezielle Markierung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orientierung vor. Die Daten im QR-Code sind durch einen fehlerkorrigierenden Code erweitert: Gehen bis zu 30 Prozent des QR-Codes verloren, kann er immer noch gelesen werden. Heute wird der QR-Code im täglichen Leben namentlich für die Verbindung von etwas Gedrucktem mit dem Internet eingesetzt. Lesen Sie Einzelheiten dazu – und wie man eigene QR-Codes kostenlos selbst generieren kann.

 

Maximal können mit einem QR-Code 4296 Zeichen binär gespeichert werden

Die Grösse eines QR-Codes beträgt zwischen 21 mal 21 Feldern und 177 mal 177 Feldern. Maximal können mit dieser Matrix 4296 Zeichen in binärer Form gespeichert werden. Trotz der scheinbaren Komplexität sind QR-Codes von einem Computer oder Smartphone sehr einfach zu lesen und werden sofort entschlüsselt. Dabei schützen raffinierte Algorithmen den QR-Code: Je nach Komplexität des Inhalts können bis zu 30 Prozent der Felder beschädigt werden, ohne dass die Informationen verloren gehen.

 

Neben den Daten werden im QR-Code auch Formatierungen verpackt

Wenn ein QR-Code entschlüsselt wird, ist das Ergebnis stets ein Text. Häufig werden aber auch Formatierungen verpackt. Wenn man die Visitenkarte in einen QR-Code umwandelt, steht darin nicht einfach die Adresse wie auf einem Couvert. Stattdessen wird die Visitenkarte im universellen vCard-Standard erstellt: Zusätzliche Anweisungen stellen sicher, dass beim Import in das Adressbuch des Empfängers die Telefonnummer präzise im dafür vorgesehenen Feld «Telefon» landet.

 

Smartphones und Tablets sind hervorragende QR-Code-Lesegeräte

Mit Smartphones und Tablets lassen sich die QR-Codes problemlos lesen. Bei den Apple-Geräten liefert seit dem Betriebssystem iOS11 neben den speziellen QR-Code-Lese-Apps auch das Smartphone selbst eine QR-Code-Lesefunktion: In den Einstellungen kann man bei der Kamera einfach die Option «QR-Codes scannen» aktivieren. Man kann dann mit der Kamera blitzschnell die im QR-Code enthaltene Zielwebsite aufsuchen. Unter Android benötigen die meisten Geräte für alle QR-Code-Lesefunktionen eine «QR-Code-Lese-App».

 

QR-Codes selbst erstellen

Auf der Website http://goqr.me/de/ kann man kostenlos eigene QR-Codes erstellen: Man gibt einfach einen Text, eine Webadresse, eine SMS oder die vCard-Kontaktdaten der Visitenkarte ein. Der QR-Code wird dann automatisch erzeugt. Dann kann man den QR-Code herunterladen, und zwar als Vektorgrafik in den Formaten EPS (Encapsulated PostScript) oder SVG (Scalable Vector Graphics) oder als hochauflösende Rastergrafik in den bekannten PNG-, GIF- oder JPEG-Formaten. Man kann den QR-Code auch direkt in der eigenen Website einbetten und nutzen. Zudem kann man die QR-Grafik nach Belieben auf Flyern, Plakaten, Visitenkarten oder anderen Produkten platzieren.
Für die Erstellung von QR-Codes gibt es auch spezielle Computersoftware, beispielsweise hier. Zudem werden in den Appstores für die Smartphones Apps für das Generieren von QR-Codes angeboten.

 

QR-Rechnung ersetzt bald die heutigen Einzahlungsscheine

Laut PostFinance werden die roten und orangen Einzahlungsscheine auf den 30. September 2022 für alle Schweizer Bankkunden definitiv abgelöst und durch die QR-Rechnung ersetzt. Die QR-Rechnung kann gedruckt oder digital ausgestellt werden und besteht aus einem Zahlteil und einem Empfangsschein. Der «Swiss QR-Code» in der Mitte des Zahlteils enthält sämtliche Informationen, die auf der Rechnung auch in Textform ersichtlich sind. 

 

Quellen:

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