Serie über Bitcoin I: Wer hat Bitcoin erfunden? Admin

Bitcoin ist ein globales virtuelles Zahlungssystem und gleichzeitig der Name für eine digitale Geldeinheit. Genutzt wird die Peer-To-Peer-Technologie. Die Bearbeitung von Transaktionen und die Ausgabe von Bitcoins wird kollektiv durch das Netzwerk übernommen. Bitcoin ist Open-Source, gehört niemandem und wird von niemandem kontrolliert. Jeder kann teilhaben. Im ersten Teil unserer Bitcoin-Serie zeigen wir auf, welche Geheimnisse die Bitcoin-Erfindung umranken.

Bitcoin-Whitepaper von «Satoshi Nakamoto»

Am 31. Oktober 2008 veröffentlicht «Satoshi Nakamoto», das weltbekannte Pseudonym für den Erfinder von Bitcoin, über das kryptografische Mailingsystem metzdowd.com das grundlegende Bitcoin-Whitepaper. Darin wird dargelegt, wie eine auf der Peer-To-Peer-Technologie beruhende digitale Währung ohne irgendwelche Kontrollinstanz oder Währungsbehörde funktioniert. Das System beruht auf einer von allen Teilnehmern verwalteten dezentralen Datenbank, in der alle Transaktionen in einer Blockchain aufgezeichnet werden. Die Teilnehmer müssen nur den Bitcoin-Client herunterladen oder einen Dienstleister in Anspruch nehmen, der diese Funktionalität bietet – und schon sind sie beim Bitcoin voll dabei. Das ist sehr einfach mithin. Bevor das hier in allen Einzelheiten erklärt wird, zuerst ein Blick auf die spannende Geschichte des Geheimnisses rund um den oder die Bitcoin-Schöpfer.

«Es ist alles in guten Händen»

Bis heute weiss niemand, ob sich hinter «Satoshi Nakamoto» eine oder mehrere Personen, eine Institution oder gar ein Staat versteckt. Sicher ist aber: Im Whitepapier von «Satoshi Nakamoto» wird erstmals das Protokoll des Bitcoins offengelegt. Und im Jahr 2009 veröffentlicht «Satoshi Nakamoto» den ersten Bitcoin-Client. Dann kommuniziert er bis Ende 2010 mit der Bitcoin-Community und arbeitet mit einem Open-Source-Team zusammen. Zuletzt hört man am 23. April 2011 von ihm mit der Aussage: «Ich werde mich fortan anderen Dingen widmen. Es ist alles in guten Händen.»

Wer könnte hinter «Satoshi Nakamoto» stecken?

Der New Yorker Joshua Davis vermutet aufgrund von Analysen aller Bitcoin-Veröffentlichungen, «Satoshi Nakamoto» sei der Kryptographiestudent Michael Clear des Dubliner Trinity College. Allenfalls, so Joshua Davis, könnte es auch der ehemalige finnische Spieleentwickler Vili Lehdonvirta sein. Beide Betroffenen verneinen, der Bitcoin-Erfinder zu sein. Auch die drei Spezialisten für kryptische Schlüssel Neal King, Vladimir Oksman und Charles Bry haben die Behauptung vehement bestritten, sie stünden hinter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» - das Gleiche gilt für den bekannten finnischen Bitcoin-Spezialisten Martii Malmi.
Ein weiterer Kandidat, «Satoshi Nakamoto» zu sein, ist Jed McCaleb, der Gründer der Bitcoinbörse Mt. Gox und Mitgründer der Zahlungssysteme Ripple und Stellar. Der jüngste Verdächtige ist der australische Geschäftsmann Craig Wright: Als diese Behauptung 2015 die Runde macht, taucht eine «Satoshi Nakamoto» zugeschriebene E-Mail mit dem Absender satoshi@vistomail.com auf, in der steht: «Ich bin nicht Craig Wright. Wir sind alle Satoshi.»

«Ich bin der Bitcoinerfinder»

Dann der Paukenschlag: Im Mai 2016 behauptet Craig Wright gegenüber BBC, dem Lifestyle-Magazin GQ und dem Economist, der Erfinder von Bitcoin zu sein. Er kann jedoch den Beweis dafür bis heute nicht liefern.
Neben Craig Wright gibt es noch etliche andere potentielle «Satoshi Nakamotos». Trotzdem gilt nach wie vor: In der Bitcoin-Community herrscht totale Ungewissheit, wer der Bitcoinerfinder ist. Nur eines ist sicher: Dieser Erfinder hat im Netzwerk viele der ersten Blocks im Bitcoin-Netzwerk geschürft – rund eine Million Bitcoins. Deren Kurs beträgt heute etwas über 1000 Franken. Ergo: Wer immer auch sich hinter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» versteckt, ist reich und hat ausgesorgt.

In der nächsten Ausgabe der META10 E-News lesen Sie: Was ist die Idee von Bitcoin?

Zu Teil 2 der Bitcoin-Serie: Welche Idee steckt hinter Bitcoin?

Zu Teil 3 der Bitcoin-Serie: Blockchain ist eine revolutionäre Technologie der Zukunft

Zu Teil 4 der Bitcoin-Serie: Wo kann man Bitcoin kaufen?

Zu Teil 5 der Bitcoin-Serie: Die Blockchain elektrisiert die Finanzindustrie

Zu Teil 6 der Bitcoin-Serie: Die Blockchain ist wohl die grösste Erfindung seit dem Internet

Zu Teil 7 der Bitcoin-Serie: Neben dem Bitcoin gibt es noch andere Kryptowährungen

Zu Teil 8 der Bitcoin-Serie: «Kryptowährungen sind eine neue Anlageklasse zur Diversifikation in der Vermögensverwaltung»

Zu Teil 9 der Bitcoin-Serie: Swisscom setzt auf die hinter Bitcoin steckende Blockchain-Technologie








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